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Stille vor dem Sturm
Gwendollyn war berühmt geworden!Durch die Vorstellungen im Zirkus war Gwendollyn richtig bekannt geworden, und nun kamen vor allem am Wochenende immer wieder Besucher aus dem Dorf, die einen Blick auf das merkwürdige Shetlandpony mit den besonderen Fähigkeiten werfen wollten. So war Gwendollyn eine kleine Berühmtheit geworden, sogar über das Dorf hinaus. Aber -wie sich bald herausstellen sollte- bedeutete diese Berühmtheit nicht nur, daß Gwendollyn reichlich gelbe Rüben und Äpfeln von den Besuchern bekam, bei den genügsamen Shetlandponys bereitet allein dies schon Silvy genug Sorgen, denn zu viel Futter ist auch bei Pferden nicht gesund, sondern gerade diese Berühmtheit führte zu einer regelrechten Katastrophe! |
Ein ruhiger Abend: Versorgen von GwenfairDer Tag, an dem die Katastrophe über Hampwylln Court, Silvy und den
alten Knecht und vor allem über Gwendollyn und Gwenfair hereinbrach, fing an wie jeder Wochentag. Morgens hatte Silvy die Pferde versorgt,
war dann auf ihrem alten Fahrrad zur Weberei gefahren, während der Knecht tagsüber die tausend Kleinigkeiten erledigte, die immer noch
auf dem einst stolzen Hof notwendig waren. Abends kam Silvy zurück, arbeitete erst mit
Gwendollyn, goß wieder etwas Desinfektionslösung an den immer noch warmen Huf von Gwenfair. |
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Wo sind die Ponys?Ein greller
Blitz erleuchtete das Zimmer, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Donner. Wild rüttelten plötzliche Windböen an den Fenstern. |
Die Ponys sind weg!Voll Sorge vereinbarte sie mit dem alten Knecht, der inzwischen auch
hinzugekommen war, daß sie einmal um die ganze Koppel herumgehen sollten.
Und so kam es, daß mitten in der Nacht bei Blitz und Donner Silvy links herum und der alte Knecht rechts herum um die Koppel gingen. Dort blieb der alte Knecht plötzlich stehen: "Hier sind die Koppelstangen kaputt!" rief er verstört aus. Denn erst vor kurzem hatte der alte Knecht alle Koppelstangen durchgesehen. Aber: an einer Stelle waren die beiden Koppelstangen, die untere und die obere weggerissen. "Gwendollyn macht doch keine Koppelstangen kaputt!" rief Silvy, und dachte daran, wie hoch Gwendollyn springen konnte, und daß sie ohnehin durch keine Koppelstange eingesperrt werden könnte. "Hast Du auch die Wagenspuren gesehen?" fragte sie den alten Knecht und zeigte auf tiefe Fahrspuren direkt an der Koppel, die in dem regennassen Boden gut zu sehen waren, und die direkt auf die schmale Straße zeigten, die vom Gut wegführte. |
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Diebe!Betroffen sah sie der alte Knecht an. "Ich glaube", sagte er mit
sorgenvoller Stimme, "daß unsere Ponys gestohlen worden sind!" "Aber das kann doch nicht sein!" schluchzte Silvy auf. "Wer soll
denn unsere Ponys stehlen wollen?" "Es gibt auch schlechte Menschen", meinte der alte Knecht, und
sprach nicht aus, was ihm alles durch den Kopf ging. Tatsächlich kamen wenig später zwei Polizisten, die sich geduldig
alles anhörten, Fotos von den wassergefüllten Reifenspuren machten, und sogar den
Abstand der Spuren vermaßen. Und sie fanden sogar ein großes rotes Plastikteil mit ein paar Glassplittern. "Das sieht ganz nach einem
Schlußlicht
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Die Ponys für immer weg?Und immerhin wissen wir nun auch
aus den Reifenspuren, daß es ein Transporter ohne Anhänger war. Aber", meinten sie dann, "davon gibt es
tausende..." |
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Der Abend war traurig. Weder der alte Knecht noch Silvy hatten Appetit. Niedergeschlagen waren beide ins Bett gegangen. Wie würde das ausgehen? Würden die Ponys wiedergefunden werden? Insgeheim hatte Silvy auch die Hoffnung, daß sich Gwendollyn selbst helfen könnte, wie schon so manches Mal... |
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