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Da Silvy selbst schon in diesem Kindergarten gewesen war, wußte sie, wie trostlos er aussah, und als man sie fragte, ob sie mithelfen könnte, hatte sie mit Freude zugesagt.Also hatte Silvy die wenigen Unternehmen in der Umgebung angeschrieben, und um eine Spende für den Kindergarten gebeten. Tatsächlich hatten auch einige Firmen eine Spende zugesagt. Da auch die Besitzer von Hampwylln Court spendeten, waren schließlich über 1000 ₤ zusammengekommen. 1000 ₤ reichen nichtNun war 1000 ₤ ja schon viel Geld, aber Silvy wußte selbst, wie teuer Handwerker waren. Was konnte man noch tun? „Warum nimmst Du nicht Gwendollyn, und hängst ihr ein großes Schild um? Da kannst Du alles draufschreiben, was Du brauchst!“ sagte schließlich der alte Knecht. Silvy gefiel diese Idee gut, und so sprachen sie gleich darüber, wie sie diese Idee in die Tat umsetzen konnten. Also beschlossen sie, daß Silvy sich mit der Kindergärtnerin beraten sollte, was diese am dringendsten brauchte, und der alte Knecht wollte die Schilder malen. |
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Der Plan wird in die Tat umgesetztGleich am nächsten Tag traf sich Silvy nach der Arbeit mit der Kindergärtnerin, die begeistert war, als ihr Silvy erzählte was sie vorhatten, und ihr auch gleich von ihren Sorgen berichtete: „Am dringendsten würden wir einen neuen Wandanstrich und den Bodenbelag brauchen, auch Kinderspielzeug fehlt. Und beim Kinderspielzeug brauchen wir eher die großen Spielsachen, die Kinder sind ja noch klein!“ Also malte der Knecht noch am gleichen Tag zwei große Schilder auf denen folgendes stand: |
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| Diese
Schilder bekamen noch oben zwei Löcher, durch die dann der alte Knecht
zwei Schnüre hindurchfädelte. „So. meinte er dann,“ die Schilder hätten
wir schon mal!“ Und Silvy meinte dazu: „Die zeigedi-font-size: 10.0pt; font-family: Bookman Old Style; mso-fareast-font-family: Times New Roman; mso-bidi-font-family: Times New Roman; text-effect: outline; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">Pause nach dem Trubel
Und seit sie von den Nachbarn, denen auch Gwenfair gehörte, einen Ponywagen geschenkt bekommen hatte, übte sie fleißig mit den beiden Ponys, um ihnen das Gehen vor der Kutsche beizubringen. Zuerst hatte sie mit den Ponys an einer langen Doppel-Longe geübt, dann hatte sie ihnen das Kutschgeschirr angezogen, und einen alten Reifen angehängt. Und schließlich konnte sie das Wägelchen anspannen, und die beiden Ponys trabten los, als hätten sie schon oft eine Kutsche gezogen. Und Silvy staunte wieder einmal, mit welcher Leichtigkeit Gwendollyn alles lernte, was sie ihr zeigte. Gwenfair war viel langsamer beim Lernen, aber er hatte großes Vertrauen zu Gwendollyn, und lief einfach mit. Und so kam es, daß Silvy nun auch mit den beiden Ponys immer wieder ausgedehnte Fahrten in die Umgebung machen konnte. Auch der alte Knecht genoß hin und wieder so eine Fahrt. |
Spenden für den KindergartenEs war Winter geworden, und die Weihnachtszeit rückte heran. Im Dorf hatte man wie jedes Jahr eine Wohltätigkeitsveranstaltung geplant, deren Erlös dieses Mal dem Kindergarten zug ich noch der Kindergärtnerin, das gefällt ihr bestimmt!“ Und so kam es, daß schon am nächsten Tag Silvy mit einem Wägelchen und den beiden Schildern, eins für die linke und eins für die rechte Seite, zum Kindergarten fuhr. „Die Schilder sind ja wunderschön“, meinte die Kindergärtnerin, „was meinst Du, wenn meine Kinder die noch ein bißchen anmalen?“ Silvy fand die Idee prima, und so kam es, daß sich die Kinder mit Begeisterung an das Bemalen der beiden Schilder machten.. Die sahen hinterher so aus: |
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Und so machten sich am letzten Samstag vor Weihnachten alle
auf den Weg: Gwendollyn und der alte Knecht auf dem Kutschbock, vorne
Gwendollyn und Gwenfair, und jedes der Ponys trug ein Schild. Außerdem
hatte Silvy noch Girlanden am Wagen festgemacht, und klingelte immer
wieder kräftig mit einer Glocke, die sie im alten Herrschaftshaus in
einer Ecke gefunden hatte. Silvy und der alte Knecht hatten sich wegen des
eiskalten Windes dick in warme Kleider gehüllt.Würden sie Erfolg haben?Neugierig kamen die Leute aus ihren Häusern, und bestaunten das Ponywägelchen mit Gwendollyn und Gwenfair und den großen Schildern. Und es dauerte nicht lange, da füllte sich das Wägelchen mit Farbeimern, mit Anstreichpinseln, mit Spielsachen und immer wieder bekam Silvy auch kleinere Geldbeträge. Der Berg auf dem Wägelchen wurde immer größer, und schließlich mußte der alte Knecht die Sachen mit Schnüren festzurren, damit nichts herunterfallen konnte. Sie waren aber erst durch die Hälfte des Dorfes gekommen, und ein paarmal waren sie schon darauf angesprochen worden, ob sie auch in den anderen Sträßchen vorbeifahren wollten, weil die Leute inzwischen Dinge für den Kindergarten herrichten wollten. Und so kam es, daß sie mit dem Wägelchen viele Male fahren mußten, und jedesmal war das Wägelchen hoch aufgeladen und schwankte bedenklich. „Ich weiß zwar schon, wie viel Shetlandponys ziehen können, aber schau Dir doch an, wie viel das ist“, staunte der alte Knecht, der nun vorsichtshalber nebenher ging und immer wieder mal an dem Wägelchen einen verrutschten Farbeimer oder eine lose Tapetenrolle festzurrte. |
Ein Unfall!Schließlich war es soweit: die letzte Fuhre war auf das Wägelchen geladen! um sich einen weiteren Weg zu sparen, war das Wägelchen dieses Mal besonders hoch aufgeladen. Silvy war schon vorausgegangen, um der Kindergärtnerin beim Auf- und Einräumen zu helfen. Vorsichtig gingen die beiden Ponys mit ihrer schweren Last über die holprigen Dorfwege. Da passierte es: Dem alten Knecht, der neben dem Wägelchen ging, fiel plötzlich von ganz oben ein schwerer Farbeimer auf den Kopf. Er stürzte zu Boden, und bewegte sich nicht mehr... Silvy weg und der Knecht bewußtlos!Gwendollyn war sofort stehen geblieben. Aber der alte Knecht rührte sich nicht, und der Wind pfiff erbarmungslos durch die Dorfstraßen. Wenn nicht rasch Hilfe kam, konnte sich der alte Knecht eine Lungenentzündung holen oder sogar erfrieren! Da passierte etwas Unglaubliches: Gwendollyn schlüpfte allein aus dem Geschirr! Und niemand hatte gesehen, wie das geschehen konnte! Als später Silvy und der alte Knecht immer wieder darüber sprachen, konnten sie sich nicht erklären, wie das Gwendollyn geschafft haben konnte. Das Geschirr war fein säuberlich geöffnet gewesen, und völlig unversehrt! |
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| Gwendollyn stupste
mit ihren Nüstern den alten Knecht ein paar mal an, und, als der sich
nicht rührte, galoppierte sie zum Kindergarten zurück. Dort hatte sie Glück,
weil die Kindergärtnerin zusammen mit Silvy gerade die vor dem Haus
aufgestapelten Farbeimer, Tapeten, Teppichböden und Spielsachen ins Haus
trugen. Silvy
erschrak, als sie Gwendollyn schnaufend vor sich sah, ohne Wägelchen
und ohne den alten Knecht, und
wußte sofort, daß etwas passiert war. Neben Gwendollyn rannte sie
zurück zum Wägelchen. Dort angekommen, sah Silvy gerade, wie der alte
Knecht sich stöhnend aufsetzte. Er erzählte ihr, von dem Farbeimer, der
am Boden neben ihm lag, und davon, daß ihm anschließend schwarz vor den
Augen geworden war.
Silvy half ihm sich aufzurichten, und wenig später saß der alte
Knecht auf dem Wägelchen, und Silvy ging nebenher bis zu m Kindergarten.
Gwendollyn und Gwenfair gingen nun besonders vorsichtig, als hätten sie
verstanden, daß sie eine empfindliche Fracht hatten.
Am Kindergarten angekommen legte Silvy den alten Knecht mit Hilfe der Kindergärtnerin auf das breite Sofa. Der herbeigerufene Arzt sagte, er hätte sich eine Gehirnerschütterung geholt, befahl ihm in den nächsten Tagen nicht zu arbeiten, und verschrieb ihm noch ein Medikament gegen Kopfschmerzen. |
Im Kindergarten wird es engDie Kindergärtnerin hatte nicht schlecht gestaunt, als das Ponywägelchen wieder und wieder bis oben hin beladen ankam. Und bald wußte sie nicht mehr, wo sie die Sachen verstauen sollte. Aber schon kam das nächste Problem: sie hatten zwar viele Farbeimer für die Wände bekommen, aber da war einer mit gelber Farbe, einer mit blauer Farbe, einer mit grüner Farbe, sogar einer mit einer lila Farbe dabei. Und dann hatten sie auch noch Tapeten bekommen, aber ganz verschiedene! da gab es welche mit dunklen Rosen, mit Puppen drauf, mit bunten Mustern, mit zarten Streifen und viele andere. Was konnte man tun? Die Kindergärtnerin hatte schließlich den rettenden Einfall: „Das ist doch eigentlich viel besser! wir lassen die Kinder das alles machen, dann haben die viel Spaß, und sie sehen irgendwo bestimmt ein Eck, das so wie zuhause aussieht, und alles wird ganz bunt! das gefällt meinen Kindern sicher prima!“ Und so geschah es dann auch. Natürlich mußten auch Erwachsene mithelfen, aber im nu war der ganze Kindergarten neu tapeziert und gestrichen. Alles war bunt und neu! Und die Kinder freuten sich über die vielen Spielsachen, so daß viele, als die Weihnachtsferien kamen, eigentlich viel lieber im Kindergarten geblieben wären, um all die schönen neuen Spielsachen auszuprobieren... |
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Wieder zuhauseSilvy fuhr mit dem alten Knecht und Gwendollyn und Gwenfair zurück nach Hampwylln Court. Zufrieden sprachen die beiden über den erfolgreiche Sammelaktion; die Kindergärtnerin hatte Spielsachen wegpacken müssen, so viele waren es gewesen. Im Stall gab es dann eine Extraportion Rüben für die Ponys, und leise sagte Silvy zu Gwendollyn, daß das alles gar nicht möglich gewesen wäre, wenn sie nicht so schnell gelernt hätte, und auch so viel ziehen könnte, und überhaupt: wie sie aus dem Geschirr herausgekommen sei und dann zum Kindergarten gelaufen war... Und da sie es wieder ganz deutlich: ein seltsames Funkeln in den Augen des kleinen Ponys... |
Feier zum AusklangWenige Tage später feierten Silvy und der alte Knecht Weihnachten. Staunend betrachteten Sie die Geschenke, die Ihnen die Mütter aus dem Kindergarten gebracht hatten: da gab es warme selbstgestrickte Socken und Pullover aus schottischer Schafwolle, viel selbstgebackene Süßigkeiten, und einen riesengroßen Christmas Pudding. Silvy hatte ihre kleine Wohnung noch hübsch mit grünen Mistelzweigen dekoriert „Weißt Du“, sagte Silvy zum alten Knecht, „ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wie Gwendollyn aus dem Geschirr gekommen ist, das war ganz fest zu gemacht, da bin ich mir ganz sicher...!“ „Na ja,“ erwiderte der alte Knecht, „Gwendollyn ist eben ein ganz besonderes Pferd!“ und wünschten sie sich noch Nollaig chridheil!, aßen die Süßigkeiten und den Pudding, und der alte Knecht trank ein wenig alten schottischen Malzwhisky dazu, und sogar Silvy genehmigte sich ein bißchen süßen Cidre. |
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Schottischer Christmas PuddingZutaten:
125 g Johannisbeeren, 225 g Rosinen, 225 g Sultaninen, 125 g gehacktes
Zitronat und Orangeat, 75 ml helles Bier, Saft und geriebene Schale einer
Zitrone, 175 g Butter, 225 g braunen Zucker, 2 Eier, 225 g Brotbrösel, 10
ml gemahlene gemischte Weihnachtsgewürze, einen Teelöffel geriebene
Muskatnuß |
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