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Vier Pferde
waren in dem engen Laderaum zusammengepfercht worden: zwei sensible Vollblutstuten und zwei kleine Shetlandponys drängten sich in den drei abgegrenzten Abteilen. Gwendollyn war völlig ruhig, und Gwenfair drängte sich dicht an seine kleine Pferdefreundin, und versuchte, auch ruhig zu bleiben, obgleich ihn die ungewohnte lange Fahrt störte, und auch die fremden Pferde dicht neben ihm. Die beiden Vollblutstuten schnaubten unablässig und versuchten nervös, sich in den zahlreichen Kurven auszubalancieren. Hinzu kam, daß der Laderaum nur schlecht belüftet war, und die Luft immer schlechter wurde. |
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Der Fahrer
wollte das Fenster herunterkurbeln um seinen Zigarettenstummel
hinauszuwerfen, aber kaum daß er das Fenster einen Spaltbreit geöffnet
hatte, pfiff wütend der Sturm herein. "Mir ist das unheimlich", sagte der
jüngere der beiden, der unruhig auf dem Beifahrersitz hin- und herrutschte.
"So ein Gewitter hab ich noch nie erlebt! wir sollten die Pferde hier
rauslassen und verduften!" "Du spinnst" sagte der ältere, der am Steuer saß
und versuchte, den Weg durch die dunkle Nacht zu finden.
Immer wieder
erhellten Blitze den sturmgepeitschten Weg vor ihm und schwere Donnerschläge
folgten den grellen Blitzen. Erinnerungsfetzen aus seiner Schulzeit
fielen ihm ein, und, daß Blitze im Grunde riesige Stromstöße seien. Und er
fürchtete sich vor Strom. Er hatte einmal erlebt, wie bei einem Kurzschluß
zuhause sogar Metall zusammengeschweißt worden war... |
Wütend wich er
einem besonders großen Schlagloch aus; seine groben Finger drehten das
Lenkrad mit Gewalt. Beinahe wäre er von der Straße abgekommen, doch im
letzten Moment schaffte er es noch entgegen zu lenken.
Doch dann mußte er voll auf die Bremse treten, weil vor ihm riesige Schlußlichter auftauchten. Ein großer Laster stand vor ihm auf der Straße. Er schloß seinen Parker bis oben, zog sich sein Cap tief ins Gesicht, stieg aus und stiefelte durch die tiefen Pfützen nach vorn. "Die Brücke vorn ist kaputt! " rief ihm der Fahrer des schweren Lasters zu. "Ein Blitz hat einen Träger getroffen! Aber mit Deinem Kleinlaster kannst Du die nächste Brücke südlicher nehmen; ich warte hier noch, weil mein LKW zu schwer dafür ist und morgen vielleicht diese Brücke wieder befahrbar wird." |
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Zurück an seinem
Kleinlaster studierte der Fahrer die Karte, und fand schließlich die kleine
Brücke ein paar Meilen weiter. Er wendete verärgert den Kleinlaster und
suchte die Abzweigung zur Nebenstraße. Das ist doch unheimlich" nörgelte der jüngere der beiden Männer. Da schlägt direkt vor uns der Blitz in die Brücke ein! Was nun, wenn der Blitz jetzt in der Brücke einschlägt wenn wir gerade darüberfahren?" Sei jetzt endlich still!" schimpfte der Fahrer nervös zurück. Er mußte sich ganz auf den schmalen Weg konzentrieren, und außerdem hatte er selber Angst. Das Gewitter hatte zwar etwas nachgelassen, aber beide Männer in dem Kleinlaster wußten nicht, ob das nur eine Pause war, oder ob sich das Gewitter nun endgültig beruhigt hatte. "Das Gewitter liegt auf der Lauer" schoß es dem Fahrer durch den Kopf... |
Inzwischen waren
die Pferde im Laderaum immer unruhiger geworden, denn die Luft wurde immer
schlechter, und die großen Vollblüter schnauften inzwischen schwer.
Wurde nun auch Gwendollyn, zusammen mit Gwenfair in dem Abteil gleich hinter
den Fahrern, auch unruhig? Sie klopfte mit ihren Hinterhufen ringsum an die
Wände, und drängte dabei sogar Gwenfair beiseite. Plötzlich holte sie
gewaltig aus und: mit einem einzigen Hieb ihrer winzigen Hufe durchschlug
sie die Karosserie des alten Kleinlasters. Frische Luft strömte nun durch
das Loch, und wenig später hatten sich auch die großen Vollblutstuten
beruhigt. Erschreckt waren vorn die beiden Männer zusammengezuckt, aber keiner sprach darüber, wie gebannt fuhren sie immer weiter, fanden die kleine Brücke, überquerten ohne weitere Probleme den Fluß und erreichten schließlich die kleine Hafenstadt Wyllnham. |
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Wie würde es
weitergehen? würde Gwendollyn auf das Frachtschiff kommen? |
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