Wie einst Hannibal ...

oder wie eine Teilnehmerin schwärmte "eines der letzten Abenteuer"

 3. Alpenüberquerung 2002 von München nach Meran

 Direkt vom Veranstalter für Euch, Tina Dambacher, Juni 2002

37 abenteuerlustige Reiter zusammengefunden aus ganz Deutschland trafen sich an Pfingsten 2002 auf dem heiligen Berg im "Kloster Andechs" bei München, um die Überquerung der Alpen zu Pferde in 9 Tagen, in Angriff zu nehmen.

Die ursprüngliche Idee für diese Alpentour wurde als "Milleniumritt" geboren, unter Ausnutzung der endlich offenen Grenzen für Pferde im europäischen Raum. Ca. 300 Kilometer waren zu bewältigen mit Tagesetappen von 25 km bis 50 km, je nach Gelände. Die starken Reiter, Frauen in der Überzahl, alle sehr motiviert, mit gut trainierten Pferden vom Norweger bis zum Großpferd, sowie die Wiederholer aus dem 1. und 2. Alpenritt haben beigetragen zu diesem phantastischen "Pferde-Happening".

Für die Versorgung von Reiter und Pferd und dem Gepäcktransport waren 4 Trossfahrzeuge mit 4 Personen ständig im Einsatz und im Kontakt mit der Rittführung und dem Schmied um im Falle eines Nottransportes sofort zur Stelle zu sein. Zwei Pässe, der Fernpaß und der Reschenpaß in Österreich, wurden überwunden, teilweise auf alten Römerstrassen. Doch zuvor wurden zur Einstimmung erst einmal die Loisach überquert eine der ersten großen Herausforderungen an die Reiter, dann der Aufstieg zum Eibsee und dem Törl auf 1.800 m an der Rückseite der Zugspitze.

Highlights wie der Festspielort Oberammergau und ein Picknick an der weltberühmten Wieskirche lagen zu dieser Zeit bereits hinter uns. Großartige Gebirgs- und Flußlandschaften, interessante Auf- und Abstiege, alleine der Ausblick vom "Gachener Blick" 1.600 m in das Inntal bei Prutz, war ein Erlebnis für die Sinne. Die schönen Picknicks in freier Natur, an rauschenden Gebirgsbächen z.B. am Fuße des Fernsteinschlosses, oder Mittagspausen z.B. in "Neu-Amerika", dem Anwesen eines "Amerikarückkehrers" aus dem 18 Jhd. oder die Einkehr in der Jausenstation "Bierkeller", bereits im Südtiroler Vinschgau, haben uns die Mühen des Rittes immer wieder vergessen lassen.

Am 9. Tag der Einritt in Meran, bei strahlendem Sonnenschein - wer wußte es schon, eine Pferdestadt an der Etsch. Eine Pferdekutsche mit Honoratioren der Stadt erwartete uns am Vinschger Tor, dem Eingang zur Altstadt, heute eine Fußgängerzone durch die uns die Meraner Polizei sicher geleitet hat. Dann ging es vorbei an der Rennbahn, die mitten in der Stadt liegt, zu einem Empfang der Stadt Meran mit Buffet im Meraner Reitzentrum. Unsere gemeinsame Abschlußfeier mit der Verleihung von Urkunden und Stallplaketten, sowie die Ehrung der Wiederholer fand im Schloß Baslan statt.

Ein gelungener kameradschaftlicher Ritt, der Pfingsten 2003 wiederholt werden soll.


Ganz unauffällig das Plakat des Mitveranstalters, der VFD!


Durch`s Vinschger Tor in Meran


Weinberge, Weinberge...

Tina Dambacher, Info: Tel.: 08638-7571, Fax: 08638-887388