Schwierig: mit der Kutsche durch Rheinland-Pfalz

Zweibrücken lädt Fahrer zur Sternfahrt ein – doch das neue Landesgesetz über das Fahren im Walde macht’s unmöglich

VFD-Pressestelle, Juni 2002

Zweibrückens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Lambert lädt ein zum Euro-Pferdetreff: Reiter und Gespannfahrer treffen sich in Zweibrücken vom 16. bis 19. August anlässlich der 650-Jahr-Feier der Stadt, die auf eine lange Tradition auch in der Pferdezucht zurückblickt.

Dieser Einladung wollten engagierte Gespannfahrer aus dem Westerwald Folge leisten und eine Sternfahrt nach Zweibrücken unternehmen. Nicht auf den gefährlichen Land- und Überlandstraßen, sondern stressfrei über Wirtschafts-, Feld- und Waldwege.

Doch sie mussten feststellen, dass dieses Vorhaben faktisch unmöglich gemacht wird durch das neue Landesgesetz über das Fahren im Walde, müssen doch hiernach 60 bis 120 Waldbesitzer entlang der Strecke ausfindig gemacht werden, ihre Genehmigung muss eingeholt und eine Gebühr dafür gezahlt werden, pro Genehmigung rund 15 Euro. Die Tour vom Westerwald bis nach Zweibrücken würde an Gebühren so rund 500 bis 1000 Euro kosten, nicht zu erwähnen den immensen Zeitaufwand, den die Fahrer aufwenden müssten, um alle Genehmigungen überhaupt einzuholen.

Mit einem offenen Brief an den Oberbürgermeister Zweibrückens will VFD-Mitglied Carl Rücker vom Rückerhof, seit vielen Jahren begeisterter Gespannfahrer, auf die problematische Gesetzeslage aufmerksam machen. Änderungs- und Verbesserungsvorschläge von Seiten der VFDler liegen vor – der Dialog mit Politikern und Gesetzgeber ist möglich und sollte schnell beginnen.

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