Waldprogramm Bayern: neue Leitlinien betreffen auch die Reiter

VFD, August 2002

In Bayern werden die wachsenden Ansprüche der verschiedenen Gruppen jetzt im Rahmen einer breiten gesellschaftlichen Diskussion zu forstpolitischen Leitlinien gebündelt. Zentrale Aufgabe des „Waldprogramms Bayern“ ist es laut Forstminister Miller, die Grundlagen für eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Waldbewirtschaftung zu bereiten: „Das geht nur, wenn wir einen gerechten Ausgleich zwischen den Interessen der Waldbesitzer und der Gesellschaft finden.“

Am ersten runden Tisch für das „Waldprogramm Bayern“ nahmen Vertreter aus 40 Verbänden und Organisationen aus den Bereichen Land-, Forst- und Holzwirtschaft, Naturschutz, Tourismus und Forschung teil. In München zogen sie diese Woche Bilanz ihrer einjährigen Arbeit. Mit einem klaren Bekenntnis zur Forstwirtschaft ging ein deutliches Signal an die Gesellschaft, die noch vor wenigen Jahren mit einer „Baum ab? Nein danke“-Mentalität zu Unrecht verunsichert wurde.

Die Interesse der Reiter wurden unter anderem vertreten durch den Vorsitzenden des VFD-Landesverbandes Bayern Dr. Josef Cichon. Bei den Gesprächen konnten zahlreiche Formulierungen verhindert werden, die für das freie Reiten in Wald und Flur ungünstig gewesen wären. Insbesondere wurde herausgestellt, dass durch den Artikel 141 der Bayerischen Verfassung auch die Reiter ein verfassungsgemäß garantiertes Betretungsrecht besitzen.

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